Mir sind folgende Bibelstellen (aus der Neuen Elberfelder Übersetzung, die um eine möglichst große Nähe zum Urtext bemüht ist) bekannt in denen es irgendwie um Unkraut geht, wobei es sein kann, daß es noch mehr gibt und ich es nicht weiß:
- 2Kön14:9 "...Da sandte Joasch, der König von
Israel, zu Amazja, dem König von Juda, und ließ sagen: Der Dornenstrauch
(teilweise übersetzt mit "dornigem Unkraut" oder unverständlicherweise
nur mit "Unkraut") auf dem Libanon sandte zu der Zeder auf dem Libanon
und sprach: Gib meinem Sohn deine Frau! Da liefen die Tiere des Feldes,
die auf dem Libanon, darüber und zertraten den Dornenstrauch..." (was
auch veranschaulicht, daß die damaligen Juden offenbar nicht gar
so anders dachten, wie die heute mancherorts vergötterten Indianer,
nämlich in Naturbildern, in Ganzheiten und Wesensbezügen, wovon
das alte Testament geradezu vollgepfropft ist und auch das neue Testament
noch reichlich zu bieten hat)
- 2Chr25:18 ist eine Parallelstelle zu obiger 2Kön14:9
- Hiob/Job31:38-40a "Wenn gegen mich mein Ackerboden
Anklage erhob und seine Furchen miteinander weinten, wenn ich seine Kraft
ohne Geld verzehrt habe und die Seele seiner Arbeiter zum Keuchen brachte,
soll statt Weizen Dorngestrüpp hervorkommen und anstelle von Gerste
Unkraut!" (auch diese Stelle ist in manchen Übersetzung bis zur Unkenntlichkeit
verdreht/ die Arbeiter des Ackerbodens sind ja womöglich gar Schädlinge?!
Diese Stelle zeugt von tiefer Naturkenntnis der alten Judenindianer und
zeigt wie wenig die heutigen Juden noch mit diesen ihren Vorfahren zu tun
haben)
- Spr24:30-31 "Am Acker eines Faulen kam ich vorüber
und am Weinberg eines Menschen ohne Verstand. Und siehe, er war ganz in
Nesseln aufgegangen, seine Fläche war mit Unkraut bedeckt, und seine
steinerne Mauer eingerissen." (nun ist die Frage warum wohl das Unkraut
wuchs, weil der Faule zu faul zum Jäten war oder zu faul um in der
Ordnung der Natur den Boden zu heilen, weil der Mensch ohne Verstand dachte
das Unkraut wird schon nicht schaden oder doch eher, da dieser einfach
nicht die Naturordnung achtete?)
- Spr26:9 "Ein Dornzweig (wieder unqualifizierterweise
mitunter mit "Unkraut" übersetzt) geriet in die Hand eines Betrunkenen
und ein Weisheitsspruch in den Mund von Toren"
- Hoh2:1-3 Das ist Teil eines Dialoges, der als ganzer
sehr lesenswert ist:
"Jesus: >Wie eine Lilie unter Dornen (falsch: "Unkraut")
so ist meine Freundin unter den Töchtern.<
Salomo in Stellvertretung des jüdischen Volkes:
>Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes so ist mein Geliebter
unter den Söhnen (Gottes). In seinem Schatten zu sitzen gelüstet`s
mich, und seine Frucht ist in meinem Gaumen süß.<" (wobei
wir ja nun wissen, daß Dornenunkraut nur dort wächst, wo ein
bestimmtes Ungleichgewicht existiert. Der Satan hat keine Macht, wenn der
Mensch sie ihm nicht durch seine Sündhaftigkeit, also der Hingabe
an den Ungeist einräumt)
- Jes5:5&6 "Nun will ich euch denn mittteilen, was
ich mit meinem Weinberg tun werde: Seinen Zaun entfernen, daß er
abgeweidet wird, seine Mauer niederreißen, daß er zertreten
werde. Ich werde ihn zur Wüstenei machen. Er soll nicht beschnitten
und gehackt werden, in Dornen und Disteln soll er aufgehen. Und ich will
den Wolken befehlen, daß sie keinen Regen auf ihn regnen lassen."
(Der Boden als Sinnbild für die Menschen ist so im Ungleichgewicht,
daß Gott beschließt seinen Weinberg brachliegen zu lassen,
damit er sich wieder regeneriert. Er will nicht mehr beschneiden und behacken,
was die Gnade gegen über den Menschen ist, die sündhaft sind
(und daher schlechte Frucht bringen) und deren Sünde Jesus noch bis
zu einem gewissen Grad ausbügelt)
- Jes7:23-25 "Und es wird an jenem Tag geschehen, daß
jeder Ort, wo tausend Weinstöcke von tausend Silber (Silber ist die
Weisheit) stehen, den Dornen und Disteln gehört. Mit Pfeilen und Bogen
wird man dorthin kommen, denn zu Dornen und Disteln wird das ganze Land
werden. Und alle Berge, die mit der Hacke behackt werden, dahin wirst du
nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und sie werden ein Ort
sein, an den man Rinder treibt und der von Schafen zertreten wird." (Was
eine Prophezeiung darstelt auf die Zeit, in der Jesus den Messias machen
wird und nur wenige ihn als solchen annehmen werden, besonders jene nicht,
die im Grunde durchaus viele Kenntnisse besitzen, sie aber lieber aus ihrer
Eitelkeit und ihrer Prasserei verwenden, statt auf die Wahrheit in Gott.
Die Dornen und Disteln sind die Pharisäer, deren geistige Begründung
als ihr Boden des Lebens im Ungleichgewicht ist)
- Jes9:17 "Denn die Gottlosigkeit brennt wie Feuer: Dornen
und Disteln verzehrt sie und zündet in den Dickichten des Waldes,
daß sie emporwirbeln als hoch aufsteigender Rauch." (was das Feuer
der inneren Hölle im Herzen in der auch Esoterik auch bekannt als
"Lebensstrom" oder dergleichen mehr (es gibt ja keinen direkten Ort "Hölle",
die Hölle ist ja sehr subjektiv, trotzdem es schon richtig ist, daß
die heiße Hölle auch in der Erde ist im Gegensatz zum Himmel,
was aber unbedingt nicht materialistisch in dem Sinne verstanden werden
sollte) eines Menschen bezeichnet, der in der Sünde wider den Geist
Gottes lebt und seine Hölle mit immer neuen Sünden nährt,
weil er es nicht besser wissen will in seiner geistigen Umnachtung und
durch seinen Lebenswandel weit sichtbaren, schillernden Rauch der Sündhaftigkeit
und Prasserei in seine Umwelt absondert)
- Jes10:17 "Und das Licht Israels wird zum Feuer werden
und sein Heiliger zur Flamme; die wird seine Dornen und Disteln in Brand
setzen und verzehren an einem Tag." (Prophezeiung des Abfalls Israels und
dessen Konsequenzen für sein Volk. Woher die Disteln und Dornen kommen
sollte ja inzwischen klar sein)
- Jes27:4 "Zorn habe ich nicht. Oh, fände ich Dornen
und Disteln, im Kampf würde ich auf sie losgehen, sie allesamt verbrennen!"
(Wenn Jesus welche finden würde bedeutet ja soviel wie, er fand keine
und das ist ja auch klar, wenn der Boden im Gleichgewicht dessen göttlicher
Ordnung ist)
- Jes34:13 "Und in seinen Palästen gehen Dornen
auf, Nesseln und Disteln in seinen befestigten Städten. Und es wird
zur Wohnung der Schakale, zur Siedlung/zum Gras für Strauße."
(Dornen sind Symbol für vertrockneten Liebeernst, Nesseln stehen für
die in weltliche Liebe abgeirrte Liebesfruchtbarkeit, Disteln für
Weltlichkeit)
- Mat13:24-43 (das spare ich mir mal mit dem Anführen
des ganzen langen Zusammenhanges, das kann ja nun jeder selbst nachlesen.
Da steht jedenfalls auch nichts wesentlich anderes als im Alten Testament:
das Unkraut als Symbol des Samens des Feindes, der aber nur aufgeht, wenn
eine entsprechende Veranlagung im Ackerboden vorhanden ist. Die Entscheidung
das Unkraut zwischen dem Weizen nicht zu jäten um den Weizen dabei
nicht zu beschädigen und die Entscheidung das Unkraut nach der Ernte
zu verbrennen und also den Boden damit zu düngen. In der Deutung von
Jesus wird ja auch halbwegs klar gesagt, daß das ein Bild dessen
ist, was zur Vollendung des endenden Äons (in der Regel übersetzt
mit "Zeitalter" oder sowas in der Art) zu erwarten ist: Die "Bannung" des
abgefallenen unerlösten Geistigen durch die Auflösung in Partikel
niedrigerer Organisationsstufen des Lebens in der Schöpfung Gottes,
also der Düngung des nächsten Äons mit dem Unkraut...
(das heißt mit den ungeistigen, unerlösten Seelen. Unkraut ist selbst als Wesenheit roh und unedel und zieht die Ungleichgewichte seiner eigenen Wesenheit an und heilt sie, wie ja auch in vergleichbarer Art in der Homöophatie Gleiches durch Gleiches geheilt wird, sich also dieses geistige Urprinzip zunutze macht. Schließlich kommt der Böse in die Hölle - also Gleiches zu Gleichem um der Heilung willen, denn die Bannung ist ja keine Rache der Gottheit, sondern die letzte Maßnahme zur Heilung des Bösen. Nirgendwo im Urtext der Bibel steht etwas von Verdammnis, die wirklich kein Ende mehr hat, das "immer und ewig" der Offenbarung des Johannes ist nichts weiter als eine kirchenpolitisch motivierte Übersetzung, war es anders versteht soll sich bei mir mithilfe seiner Argumentation beschweren. Das "immer und ewig" der Offenbarung jedenfalls lautet im Urtext "von Äon zu Äon", wobei ein Äon ein griechischer Begriff für ein Weltzeitalter ist. Und mal unter uns: wie kann man denn glauben, daß ein Gott der Liebe, dessen Zorn auch nur Liebe ist, von ihm geschaffene Seelen auf ewig sinnlos nur so zur Unterhaltung unermeßlichen Qualen aussetzt. Diese Auffassung ist ja wohl eher eine Einflüsterung Satans die den Menschen in seiner Liebe zur Gottheit beschränkt und ein geschäftsfördernder Aspekt der Motivation zu solchen zutiefst widergöttlichen Aktionen wie der Kreuzzüge und des Ablaßhandels ist. Daß Qualen freilich auch kein Spaß sind die einige Weltzeitalter andauern - je nach der Hartnäckigkeit im blinden Widerstand gegen die eigene göttliche Bestimmung, für die der Mensch geschaffen ist und die ihn daher unermesslich beseligen muß, weil Gott den Menschen nicht geschaffen hat damit er viel verzichtet, sondern damit er aus der Fülle des Geistes lebt - versteht sich dabei doch eigentlich von selbst, also was soll diese unwahre Überzeichnung der Realität?)
...des endenden, wie sich das für vernünftigen Gartenbau auch gehört, ob man es nun verbrennt oder damit mulcht ist ziemlich einerlei, entscheidend ist die Auflösung. Während wir in unserem Garten im Alltag das Mulchen bevorzugen, da es weitaus sinnvoller für unsere Zwecke ist, so ist das mit dem Verbrennen bei derartigen Extremsituationen wie dem völlig aus dem Lot geratenen Boden der Endzeitmenschenherzen durchaus vorzuziehen, weil ein Flächenbrand hier unumgänglich ist, der einen völligen Neuanfang erleichtert. Auf noch relativ gleichgewichtigem Boden zu zündeln wäre allerdings außerordentlich dumm)
Wir sehen also, daß das Bild, das die Bibel uns vom Unkraut macht durchaus mit Permakultur vereinbar ist, ja sogar Wissen über Permakultur vermitteln kann. (Permakultur bezeichnet Landbau der dauerhaft möglich ist, nicht zerstört und ausbeutet und nicht von in den Nahrungskreislauf des erntenden Menschen zugeführtem Dünger abhängt. Der Begriff ist rechtlich geschützt, steht aber jedem zum Gebrauch frei zu, der die Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt)